20 Romane hat die Jury für den Deutschen Buchpreis 2025 nominiert. Seit Ausschreibungsbeginn hat sie 229 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2024 und dem 16. September 2025 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.
Jurysprecherin Laura de Weck, Schweizer Radio und Fernsehen:
„Sprachgestaltung, Erzählverhalten und die beängstigende Gegenwart haben uns im fragilen Jahr 2025 unter anderem in der Jury-Debatte geleitet. Unsicherheit bestimmt unsere Zeit. Aber eines ist sicher: Die diesjährige Longlist versammelt 20 herausragende Romane, die in aller Vielfalt unsere wackelige Wirklichkeit spiegeln – in klassischen Erzählformen, Redeteppichen und wilden Listen, in historischen Panoramen, Gegenwartsbeobachtungen und Dystopien, in autobiografischen und fantastischen Geschichten. Debüts und etablierte Autor*innen, die uns mit Irrwitz belustigen und erschüttern. Wie sind wir bloß dahin gekommen, wo wir heute stehen? Und was machen die Verhältnisse mit uns? Um die Zukunft muss man sich Sorgen machen, nicht aber um die der Literatur.“
Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):
- Kathrin Bach: Lebensversicherung (Verlag Voland & Quist, Februar 2025)
- Marko Dinić: Buch der Gesichter (Paul Zsolnay Verlag, August 2025)
- Nava Ebrahimi: Und Federn überall (Luchterhand Literaturverlag, September 2025)
- Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen (Carl Hanser Verlag, August 2025)
- Kaleb Erdmann: Die Ausweichschule (park x ullstein, Juli 2025)
- Annett Gröschner: Schwebende Lasten (Verlag C.H.Beck, April 2025)
- Dmitrij Kapitelman: Russische Spezialitäten (Hanser Berlin, Februar 2025)
- Jina Khayyer: Im Herzen der Katze (Suhrkamp Verlag, Juli 2025)
- Jehona Kicaj: ë (Wallstein Verlag, Juli 2025)
- Michael Köhlmeier: Die Verdorbenen (Carl Hanser Verlag, Januar 2025)
- Jonas Lüscher: Verzauberte Vorbestimmung (Carl Hanser Verlag, Januar 2025)
- Thomas Melle: Haus zur Sonne (Verlag Kiepenheuer & Witsch, August 2025)
- Jacinta Nandi: Single Mom Supper Club (Rowohlt Hundert Augen, Juni 2025)
- Gesa Olkusz: Die Sprache meines Bruders (Residenz Verlag, März 2025)
- Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters (S.ִ Fischer Verlag, März 2025)
- Lina Schwenk: Blinde Geister (Verlag C.H.Beck, August 2025)
- Fiona Sironic: Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft (Ecco Verlag, März 2025)
- Peter Wawerzinek: Rom sehen und nicht sterben (Penguin Verlag, September 2025)
- Christine Wunnicke: Wachs (Berenberg Verlag, März 2025)
- Feridun Zaimoglu: Sohn ohne Vater (Verlag Kiepenheuer & Witsch, Februar 2025)